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Aufzug für Rollstuhl: Welche Treppenlift-Lösung eignet sich für Rollstuhlfahrer?

Treppen sind im Alltag oft die größte Barriere – zu Hause genauso wie im Mehrfamilienhaus. Wer dauerhaft oder vorübergehend im Rollstuhl sitzt, braucht deshalb eine Lösung, die sicher, platzsparend und alltagstauglich ist. Genau hier kommen Treppenlifte für Rollstuhlfahrer ins Spiel: vom Rollstuhllift (z. B. Plattformlift) bis zum rollstuhlgerechten Aufzug (z. B. Senkrechtlift/Homelift).

In diesem Ratgeber erfahren Sie:

Person im Rollstuhl greift an das Rad; im Hintergrund steht eine weitere Person in einer Wohnung.

Aufzug für Rollstuhl: Welche Treppenlift-Lösung eignet sich für Rollstuhlfahrer?

Treppen sind im Alltag oft die größte Barriere – zu Hause genauso wie im Mehrfamilienhaus. Wer dauerhaft oder vorübergehend im Rollstuhl sitzt, braucht deshalb eine Lösung, die sicher, platzsparend und alltagstauglich ist. Genau hier kommen Treppenlifte für Rollstuhlfahrer ins Spiel: vom Rollstuhllift (z. B. Plattformlift) bis zum rollstuhlgerechten Aufzug (z. B. Senkrechtlift/Homelift).

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Was ist ein Treppenlift für Rollstuhlfahrer?

Wenn von einem „Treppenlift“ die Rede ist, denken viele zunächst an einen klassischen Sitzlift. Für Rollstuhlfahrer geht es jedoch meist um eine andere Lösung: ein System, mit dem sich Höhenunterschiede überwinden lassen, ohne den Rollstuhl verlassen zu müssen – oder alternativ über eine vertikale Lift Lösung, die Etagen wie ein kleiner Aufzug verbindet.

Grundsätzlich lassen sich zwei Lösungswege unterscheiden:

  1. Rollstuhllift entlang der Treppe (Treppenschräglift)
    Hier fährt eine Plattform entlang einer Führungsschiene parallel zur Treppe. Diese Variante wird häufig als Plattformlift für Rollstuhl oder Treppenplattformlift bezeichnet und eignet sich je nach Ausführung für gerade sowie viele kurvige Treppen. Für die meisten privaten Wohnsituationen ist dies die wirtschaftlichste und praktischste Wahl.
  2. Vertikaler Lift als Aufzug für Rollstuhl
    Wenn eine Treppenlösung baulich nicht möglich ist, kann ein Aufzug für den Rollstuhl in Betracht kommen – etwa ein Senkrechtlift/Homelift oder ein Außenaufzug. Diese Systeme bewegen sich vertikal und verbinden Etagen unabhängig vom Treppenverlauf. Sie erfordern jedoch deutlich mehr Bauaufwand und sind entsprechend kostenintensiver.

Welche Lösung im Einzelfall passt, hängt von Treppenform, verfügbarem Platz, Hubhöhe, Nutzung und Budget ab.
In der Praxis ist der Plattformlift entlang der Treppe für die meisten Wohnsituationen die erste Wahl – weil er nachrüstbar ist, kaum Bauarbeiten erfordert und deutlich günstiger als ein Senkrechtlift oder Außenaufzug bleibt.

Funktion: Wie arbeitet ein TK Treppenlift / Rollstuhllift für Rollstuhlfahrer im Alltag?

Ein Treppenlift für Rollstuhlfahrer ist so konstruiert, dass Höhenunterschiede sicher und kontrolliert überwunden werden – entweder entlang der Treppe (z. B. Plattformlift/Treppenschräglift) oder vertikal (z. B. Senkrechtlift/Homelift). Im Kern läuft die Funktion immer nach dem gleichen Prinzip ab: stabile Führung, sicherer Zugang, geschützter Fahrbetrieb und kontrolliertes Ausfahren.

So funktioniert ein Plattformlift für Rollstuhl (Treppenschräglift) typischerweise:

  • Plattform anfordern & bereitstellen: Der Lift wird per Bedienelement oder Funkfernbedienung an die gewünschte Haltestelle gerufen. Die Plattform klappt je nach Ausführung ein/aus, damit sie im Alltag möglichst wenig Platz beansprucht.
  • Sicher auffahren & positionieren: Rollstuhl und Nutzer fahren gerade auf die Plattform. Eine Auffahrklappe bzw. Sicherheitsbügel/Barrieren stabilisieren die Position und verhindern das Abrollen.
  • Fahrt entlang der Schiene: Die Plattform bewegt sich über einen elektrischen Antrieb gleichmäßig entlang einer Führungsschiene parallel zur Treppe – bei geraden wie (mit maßgefertigter Schiene) oft auch bei kurvigen Treppen.
  • Sicher ankommen & ausfahren: Am Ziel öffnet bzw. senkt sich die Ausfahrklappe, der Rollstuhl kann kontrolliert abfahren. Not-Stopp, Hinderniserkennung und Notabsenkung unterstützen die Sicherheit im Betrieb.

Und so funktioniert ein Senkrechtlift/Homelift als „Aufzug für Rollstuhl“:

Statt der Fahrt entlang der Treppe bewegt sich der Lift vertikal in einer selbsttragenden Konstruktion oder einem Schacht.
Die Bedienung erfolgt ähnlich wie beim Aufzug:

  • Tür/Entriegelung 
  • Einfahren – Etagenwahl 
  • sichere Fahrt 
  • Ausfahren. 

Diese Lösung ist besonders praktisch, wenn Treppen eng, verwinkelt oder für Plattformen zu platzkritisch sind. Sie ist technisch aufwändiger, erfordert in der Regel bauliche Eingriffe und ist deshalb deutlich kostspieliger als ein Plattformlift.

Ein Fahrstuhl in einem edlen anmutenden eigeneheim.

Wichtig für die Praxis:

Die Funktion eines Rollstuhllifts steht und fällt mit Plattformmaß, Tragkraft, Rangierfläche (vor allem bei Elektrorollstühlen) sowie einer sicheren Ein-/Ausfahrt. Genau deshalb ist eine Vor-Ort-Prüfung sinnvoll: Hier wird geprüft, ob die Plattform im Treppenlauf genug Platz hat, Fluchtwege frei bleiben und der Rollstuhl an den Haltepunkten gut manövrieren kann.

Rollstuhl-Treppenlift Systeme im Überblick

Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist der Zugang zu verschiedenen Etagen eines Gebäudes eine der größten Herausforderungen. Rollstuhl-Treppenlift Systeme bieten praktische Lösungen, um Barrieren wie Treppen zu überwinden. In diesem Abschnitt stellen wir verschiedene Modelle vor, die sich durch ihre Flexibilität, ihren Komfort und ihre Anpassungsfähigkeit auszeichnen. Egal, ob für den Innenbereich, das Treppenhaus oder den Außenbereich – es gibt für jede Anforderung das passende System.

Plattformlift für Rollstuhl (Treppenplattformlift): Die empfohlene Lösung

Der Klassiker für Treppen: Eine Plattform fährt entlang einer Schiene (gerade oder kurvig) und transportiert Rollstuhl + Person über die Treppe. Der Rollstuhllift kann innen oder außen montiert werden.

Vorteile

  • Nutzung im Rollstuhl, oft ohne Umsetzen
  • geeignet für gerade und viele kurvige Treppen
  • nachrüstbar, häufig ohne große Bauarbeiten
  • Deutlich günstiger als Senkrechtlifte oder Homelifts – ab ca. 9.000 €
  • Einfache Bedienung: intuitives Bedienelement oder Funkfernbedienung
  • Kurze Installationszeit: kein Schachtbau, keine Statikgutachten für die Tragstruktur nötig

Typische Einsatzfälle

  • Hauseingang mit wenigen Stufen
  • Treppe ins Obergeschoss
  • Zugang zu Keller-/Waschräumen (wenn baulich möglich)

Wichtig: Plattformlifte brauchen Platz. Nicht nur für die Plattform, sondern auch für Wendemanöver und das sichere Ein-/Ausfahren.

Hublift (Hebelift): für wenige Stufen und Podeste

Ein Hublift fährt nicht entlang der Treppe, sondern hebt vertikal auf einer kleinen Plattform – ideal für 2–6 Stufen, Podeste oder Hauseingänge.

Vorteile

  • oft die einfachste Lösung bei kurzer Höhendifferenz
  • robust, häufig auch als Außenlösung
  • weniger abhängig von Treppenform

Typische Einsatzfälle

  • Eingangsstufen, Terrasse, Garagenzugang
    Split-Level mit kurzem Höhenversatz

Senkrechtlift / Homelift und Außenaufzug – wenn die Treppe keine Option ist

Wenn mehrere Etagen verbunden werden sollen und eine Treppenlösung baulich wirklich nicht umsetzbar ist, können ein Senkrechtlift/Homelift oder ein Außenaufzug in Betracht kommen. Diese Systeme bieten hohen Komfort, bringen jedoch auch deutlich höheren Aufwand mit sich.

Zu beachten ist:

  • Kosten: Senkrechtlifte und Homelifts beginnen ab ca. 18.000 € und können je nach Hubhöhe und Einbausituation bis 50.000 € und mehr kosten – also häufig das Doppelte oder mehr im Vergleich zu einem Plattformlift.
  • Bauaufwand: Senkrechtlifte benötigen einen Schacht oder eine selbsttragende Konstruktion. Außenaufzüge erfordern zusätzlich Statikgutachten, Genehmigungsverfahren und Witterungsschutz.
  • Zeitaufwand: Von der Planung bis zur Inbetriebnahme vergehen bei Senkrechtliften und Außenaufzügen oft Monate – ein Plattformlift ist dagegen in der Regel in wenigen Tagen eingebaut und betriebsbereit.
  • Bedienung: Beide Systeme sind technisch aufwändiger und erfordern mehr Einarbeitung; ein Plattformlift lässt sich dagegen sofort intuitiv per Knopfdruck oder Fernbedienung bedienen.

Fazit: Senkrechtlift und Außenaufzug sind sinnvolle Lösungen für sehr spezifische Situationen. Wer einen Plattformlift einbauen kann, fährt in aller Regel günstiger, schneller und mit weniger Bauaufwand.

Ein Seniorenpaar bei einer Vertragschließung mit einem Handschlag am Küchentüsch. Die Kamera ist von vorne auf das Seniorenpaar gerichtet | TK Home Solutions
Ein Seniorenpaar bei einer Vertragschließung mit einem Handschlag am Küchentüsch. Die Kamera ist von vorne auf das Seniorenpaar gerichtet | TK Home Solutions

Ihr persönliches Angebot – Maßgeschneidert für Sie

So erhalten Sie ein genaues Angebot:

Jeder Treppenlift ist eine Maßanfertigung. Um Ihnen ein präzises Angebot erstellen zu können, vereinbaren Sie am besten einen kostenlosen Beratungstermin mit unseren Experten. Wir beraten Sie gerne persönlich und unverbindlich.

Voraussetzungen: Passt ein Treppenlift für Rollstuhlfahrer überhaupt?

Vor jeder Entscheidung steht eine Machbarkeitsprüfung. Die wichtigsten Punkte:

  • Platz und Treppenbreite: Ein Rollstuhllift benötigt ausreichend Lauf- und Begegnungsraum. In Mehrfamilienhäusern spielt zusätzlich der Fluchtweg eine Rolle. Bei Treppenliften können Wartung, Brandschutz und nutzbare Breite relevant werden, weshalb eine Vor-Ort-Prüfung notwendig ist.

  • Treppenform: Eine gerade Treppe ist in der Regel einfacher und günstiger umzusetzen. Bei einer kurvigen oder gewendelten Treppe ist der Einbau technisch möglich, aber oft deutlich komplexer, da die Schiene maßgefertigt werden muss und mehr Platz benötigt wird.

  • Tragfähigkeit und Untergrund: Schienen und Befestigungen werden an der Wand, den Stufen oder der Tragstruktur montiert. Bei Altbauten, Holztreppen oder Außenbereichen muss die Statik geprüft werden.

  • Strom und Witterung (bei Außenanlagen): Außenlösungen benötigen witterungsbeständige Komponenten, eine sichere Entwässerung sowie ggf. eine Heizung oder Schutz gegen Vereisung.

  • Normen und Sicherheit: Für viele Plattform- und Treppenschrägaufzüge gelten die Sicherheitsanforderungen der DIN EN 81-40.
Ein Mann nutzt die Hololinc Brille zur Vorschau des Treppenlifts an einer Treppe in Augmented Reality | TK Home Solutions

Ein entscheidender Vorteil des Plattformlifts gegenüber einem Senkrechtlift: Er lässt sich in bestehenden Häusern häufig ohne bauliche Eingriffe nachrüsten. Ein Genehmigungsverfahren wie beim Außenaufzug entfällt in den meisten Fällen. Das spart Zeit, Aufwand – und Geld.

Was kostet ein Rollstuhllift?

Die Frage nach den Kosten ist zentral – und lässt sich am besten im direkten Vergleich beantworten. Denn hier zeigt sich einer der größten Vorteile des Plattformlifts gegenüber vertikalen Alternativen.

Als grobe Orientierung (Richtwerte):

  • Plattformlift (Treppenplattformlift): häufig im mittleren bis hohen vierstelligen bis fünfstelligen Bereich, je nach Treppenverlauf, Länge, Kurven, Innen/Außen und Ausstattung. Richtwert: um 9.000–25.000 €

  • Homelift/Senkrechtlift (Rollstuhl-Aufzug): häufig deutlich teurer, je nach Hubhöhe/Einbau. Richtwert: um 18.000–50.000 €

  • Außenaufzug: kann je nach Bauaufwand deutlich darüber liegen.

  • Laufende Kosten: Für Wartung und Service von einem Plattformlift können Sie mit Kosten in Höhe von ca. 200–450 € pro Jahr rechnen. Die jährlichen Wartungskosten für einen Homelift oder Senkrechtlift liegen in der Regel zwischen 200 und 900 Euro. Ein Außenaufzug ist in der Wartung auch nochmal teurer. Die Kosten hängen stark von der Art der Anlage, den erforderlichen Wartungsintervallen und dem gewählten Vertragstyp ab. 

Tipp zur Preisgestaltung: Die Kosten für einen Rollstuhllift hängen von verschiedenen Faktoren ab. Kurvige oder lange Treppen erfordern mehr Aufwand und Material. Ein Außenlift benötigt zusätzlich Witterungs- und Korrosionsschutz. Auch Extras wie automatische Klappfunktionen, Fernbedienung und Sicherheitsoptionen erhöhen den Preis. Bauliche Anpassungen wie Türversatz oder Elektroarbeiten sowie Servicepakete und Wartung sollten ebenfalls berücksichtigt werden.

Zuschüsse Treppenlift Rollstuhl: Welche Förderung gibt es in Deutschland?

Pflegekasse: Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Wenn ein Pflegegrad (1–5) vorliegt, kann die Pflegekasse einen Zuschuss zur Wohnungsanpassung zahlen – bis zu 4.180 € pro Maßnahme.

Wichtig für Haushalte mit mehreren Pflegebedürftigen: Pro Person kann der Zuschuss möglich sein; die maximale Förderung pro Maßnahme kann sich dadurch erhöhen
Beispiel: Obergrenze pro Wohnung wird in Informationsunterlagen mit bis zu 16.720 € beschrieben.

Praxis-Tipp: Antrag vor Auftragserteilung stellen – sonst riskieren Sie, dass die Pflegekasse nicht zahlt.

Hand hält mehrere Euro-Banknoten (10- und 20-Euro-Scheine) vor weißem Hintergrund.

KfW: Zuschuss regelmäßig verfügbar – aktuelle Fördermöglichkeiten prüfen

Das KfW-Zuschussprogramm zur Barrierereduzierung (455-B) wird in der Regel regelmäßig neu aufgelegt und ist abhängig von den jeweiligen Haushaltsmitteln zeitweise verfügbar. Daher lohnt es sich, die aktuellen Fördermöglichkeiten bei der KfW regelmäßig zu prüfen.

Unabhängig davon gibt es weiterhin den KfW-Kredit 159 womit dauerhaft eine attraktive Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung steht:

  • bis zu 50.000 € Kredit pro Wohneinheit, der zwar zinsgünstig ist, aber abhängig von Konditionen und Haushaltsmitteln.

Tipp: Da Förderprogramme oft jährlich neu budgetiert werden, kann sich eine frühzeitige Planung auszahlen, um bei Verfügbarkeit direkt von Zuschüssen zu profitieren.

Weitere mögliche Fördertöpfe

Je nach Situation können zusätzlich infrage kommen:

  • Integrations-/Sozialhilfeträger (bei beruflicher/gesellschaftlicher Teilhabe)
  • Unfallversicherung/Berufsgenossenschaft (bei Arbeitsunfall)
  • Landes- oder Kommunalprogramme (regional sehr unterschiedlich)

Mieten oder kaufen: Was lohnt sich bei Rollstuhl lift & Plattformlift?

Ob Kauf oder Miete sinnvoller ist, hängt vor allem von der geplanten Nutzungsdauer und Ihrer Wohnsituation ab:

Ein Kauf rechnet sich in der Regel, wenn der Lift langfristig benötigt wird, Sie die Immobilie dauerhaft nutzen und Wert auf eine Ausstattung legen, die exakt zu Ihren Anforderungen passt.

Eine Miete kann dagegen eine gute Lösung sein, wenn der Bedarf absehbar nur vorübergehend besteht – etwa während einer Reha – oder wenn schnell eine flexible Übergangslösung gebraucht wird.

Wichtig: Mietmodelle unterscheiden sich stark in Mindestlaufzeit, Einbaukosten, Rückbau und Wartung inkludiert oder nicht. Rechnen Sie über 12–36 Monate einmal durch, was finanziell sinnvoller ist.

Kurvige Treppe, enge Flure, Mehrfamilienhaus: typische Sonderfälle

Kurvige oder gewendelte Treppe

Ein Plattformlift kann auch auf kurvigen Treppen möglich sein – allerdings ist die Schiene dann praktisch immer eine Maßanfertigung. Das erhöht Aufwand und Preis, ist aber in den meisten Fällen deutlich günstiger als der Wechsel zu einem Senkrechtlift oder Außenaufzug. Auch bei schwierigen Treppenverläufen lohnt es sich, zunächst die Plattformlift-Option zu prüfen.

Mehrfamilienhaus & Gemeinschaftseigentum

Hier sind zwei Rechtsbereiche besonders relevant: Mietwohnung vs. Wohnungseigentum

  • Mietwohnung: Nach § 554 BGB kann ein Mieter grundsätzlich verlangen, dass der Vermieter bauliche Veränderungen erlaubt, die dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen dienen – sofern es für den Vermieter zumutbar ist.
  • Wohnungseigentum (WEG): Nach § 20 WEG können Eigentümer angemessene bauliche Veränderungen verlangen, die dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen dienen; über die Durchführung ist zu beschließen.

Praxis-Tipp: Frühzeitig mit Hausverwaltung/Vermieter sprechen und ein Angebot inkl. Zeichnung/Platzbedarf vorlegen. Das reduziert Rückfragen und beschleunigt Beschlüsse.

Sicherheit & Komfort: Darauf sollten Sie beim Rollstuhllift achten

Eine gute Anlage zeigt sich nicht nur am Preis, sondern daran, wie sicher und praktisch sie im Alltag funktioniert. Achten Sie bei der Auswahl besonders auf diese Punkte:

  1. Sicherheitsfunktionen: Not-Stopp, Hinderniserkennung und eine Notabsenkung sorgen dafür, dass der Lift auch in Ausnahmesituationen kontrollierbar bleibt.

  2. Bedienung: Bedienelemente sollten gut erreichbar und leicht verständlich sein; eine Funkfernbedienung kann die Nutzung zusätzlich vereinfachen.

  3. Plattformgröße & Tragkraft: Die Plattform muss zum Rollstuhl passen – vor allem Elektrorollstühle sind häufig größer und schwerer.

  4. Ein- und Ausstieg: Entscheidend sind ausreichend Rangierfläche sowie sichere Tür-/Klappenlösungen, damit das Auf- und Abfahren stabil gelingt.

  5. Innen/Außen-Tauglichkeit: Für außen sind rutschhemmende Oberflächen, witterungsbeständige Materialien und sinnvoller Schutz vor Regen/Kälte wichtig.

  6. Service & Wartung: Klare Wartungsintervalle und ein gut erreichbarer Kundendienst sind ein Qualitätsmerkmal – und reduzieren Ausfallrisiken.

Tipp: Planen Sie Wartung von Beginn an mit ein, denn regelmäßige Services erhöhen Sicherheit und Zuverlässigkeit langfristig.

Hersteller und Modelle: Wie finden Sie die passende Lösung?

Statt sich nur auf „Marken“ zu fokussieren, ist es oft sinnvoller, Angebote nach einem klaren Kriterien-Set zu vergleichen. Für Rollstuhlfahrer ist dabei die erste Leitfrage immer: Ist ein Plattformlift entlang der Treppe möglich? Wenn ja, ist er in aller Regel die wirtschaftlichste, am schnellsten einzubauende und am einfachsten zu bedienende Lösung – mit deutlich geringerem Kostenaufwand als vertikale Alternativen.

Checkliste für den Angebotsvergleich

  • Passt das System (Plattformlift vs. Aufzug für Rollstuhl) zu Ihrem Alltag?
  • Ist die Lösung für Ihre Treppe baulich wirklich geeignet (Kurven, Podest, Türen)?
  • Welche Normen/Sicherheitsstandards werden erfüllt (z. B. DIN EN 81-40)?
  • Was ist im Preis enthalten (Montage, Einweisung, Wartung, Notfallservice)?
  • Wie sieht die Garantie aus und wie schnell ist der Service vor Ort?
  • Ist ein späterer Rückbau/Umzug möglich (wichtig bei Miete oder Wohnungswechsel)?

Die „beste“ Lösung ist die, die zu Ihrer Treppe, Ihrem Alltag und Ihrer Mobilität passt. Entscheidend ist vor allem, ob Sie im Rollstuhl bleiben müssen, wie viele Höhenmeter überwunden werden sollen und wie viel Platz im Innen- oder Außenbereich zur Verfügung steht. Als Orientierung helfen diese typischen Einsatzfälle:

  • Wenig Stufen am Hauseingang oder ein Podest: Ein Hublift ist oft die pragmatischste Lösung, weil er kurze Höhenunterschiede direkt und ohne Schienenverlauf an der Treppe überbrückt.

  • Treppe im Haus, Rollstuhl soll mit: Ein Plattformlift für Rollstuhl (Rollstuhllift) ist meist die passende Wahl, wenn die Treppe grundsätzlich genug Platz bietet und der Transport entlang der Stufen sinnvoll ist.

  • Mehrere Etagen, langfristig barrierefrei: Ein Senkrechtlift/Homelift als Aufzug für Rollstuhl bietet den größten Komfort und ist häufig die zukunftssicherste Lösung, besonders wenn die Treppe eng oder verwinkelt ist.

  • Innen kaum Platz oder Zugang soll von außen barrierefrei werden: Ein Außenaufzug kann die beste Alternative sein, wenn innen keine geeignete Einbausituation vorhanden ist oder mehrere Etagen von außen erschlossen werden sollen.

Im nächsten Schritt lohnt sich fast immer eine Vor-Ort-Beratung, weil Treppenform, Rangierflächen und bauliche Details in der Praxis über die beste Lösung entscheiden.

Fazit: Treppenlift für Rollstuhlfahrer – die richtige Lösung finden

Treppen müssen für Rollstuhlfahrer keine unüberwindbare Barriere sein. Für die meisten Wohnsituationen ist der Plattformlift – also der Treppenlift für Rollstuhlfahrer entlang der vorhandenen Treppe – die wirtschaftlichste, schnellste und im Alltag einfachste Lösung. Er lässt sich nachrüsten, braucht in der Regel keine umfangreichen Bauarbeiten und ist deutlich günstiger als Senkrechtlifte oder Außenaufzüge. Ergänzende Fördermöglichkeiten durch Pflegekasse oder KfW reduzieren den finanziellen Aufwand zusätzlich. Wer frühzeitig beraten lässt, findet in aller Regel eine Lösung, die sicher, alltagstauglich und wirtschaftlich ist – und die Selbstständigkeit langfristig erhält.

Unsere Treppenlift-Modelle: Perfekte Lösungen für jede Treppenliftart und Wohnsituation

Funktionsweise und Bewegungsverlauf des Treppenstuhls in Vogelperspektive | TK Home Solutions

Treppenlift S200

Sitzlift für kurvige Treppen

Der Treppenlift für kurvige Treppen wird für Ihren Treppenverlauf maßgeschneidert und überwindet so gut wie alle Treppenformen und -verläufe – auch enge, schmale oder Wendeltreppen.
Der Sitzlift S200 ist individuell konfigurierbar und fügt sich somit harmonisch in Ihr Wohnumfeld.

Exemplarische Darstellung einer Kundin bei der Nutzung des weißen Treppenstuhls mit weißer Treppenliftschiene auf Holztreppe | TK Home Solutions

Treppenlift S100

Treppenlift für gerade Treppen

Die klassische Wahl ist der Treppenlift für gerade Innentreppen. Aufgrund seiner geradlinigen Struktur ist er in Planung und Installation sehr einfach. Der S100 Treppenlift wurde sorgfältig entworfen, um Ihren individuellen Anforderungen gerecht zu werden, und integriert modernste Technologie sowie höchsten Komfort.

Weißer Treppenstuhl angeschlossen an weißer Treppenliftschiene auf weißer Außentreppe | TK Home Solutions

Treppenlift S100 Outdoor

Outdoor – für jedes Wetter

Für diejenigen, die einen Treppenlift für den Außenbereich benötigen, bieten wir den S100 Outdoor. Unser im Freien installierter Treppenlift muss naturgemäß verschiedenen Witterungsbedingungen standhalten können. Entdecken Sie unseren Premium-Außenlift!

Häufige gestellte Fragen zu Treppenlifte für Rollstuhlfahrer

Welche Förderung gibt es für einen Treppenlift Rollstuhlfahrer?2026-06-05T14:38:14+02:00

Mit Pflegegrad ist ein Zuschuss der Pflegekasse bis 4.180 € pro Maßnahme möglich.

Gibt es 2026 KfW-Zuschüsse für Barrierefreiheit?2026-06-05T14:38:35+02:00

Zinsgünstige KfW-Kredite sind seit Frühjahr diesen Jahres wieder möglich. Wichtig: Förderanträge müssen vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Informieren Sie sich frühzeitig über alle verfügbaren Förderwege.

Wie hoch sind die Kosten für Plattformlifte für Rollstuhlfahrer?2026-06-05T14:38:54+02:00

Richtwerte variieren stark; häufig werden für Plattformlifte grob 9.000–25.000 € genannt – je nach Treppe, Kurven, Außenbereich und Ausstattung.

Plattformlift vs. Senkrechtlift: Was ist für Rollstuhlfahrer sinnvoller?2026-06-05T14:39:16+02:00

In den meisten privaten Wohnsituationen ist der Plattformlift die bessere Wahl: günstiger (ab ca. 9.000 € vs. ab ca. 18.000 €), schneller einzubauen, intuitiv bedienbar und ohne aufwändige Baumaßnahmen nachrüstbar. Ein Senkrechtlift oder Außenaufzug kommt vor allem dann in Betracht, wenn die Treppe baulich keine Plattformlift-Lösung zulässt.

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2026-06-23T13:18:56+02:00
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